Priester und Ordensberufe aus der Pfarrei St. Ambrosius zu Erstfeld.   

Quelle: Th. Herger, "Priester -und Ordensleute seit der Gründung der Pfarrei im 15. Jahrhundert".

Jubiläen sind Tage der Danksagung:

Kapuziner aus Erstfeld und Priester aus dem Geschlecht FURGER

Pfarrblatt 23. Juni 1967, Thomas Herger, Pfarrer

Wir freuen uns, das 25jährige Priesterjubiläum von HH. P. Bonifaz Furger, OMCap., in unserer Pfarrkirche feiern zu dürfen. Wir müssen den HH. Jubilar nicht weiter vorstellen. Seine Heimat ist Erstfeld. Sein Taufname war Ambrosius. Ein Urgrossonkel, Ambros Furger, war von 1829 bis 1873 Pfarrer in Erstfeld.

Unter ihm wurde 1872 die Pfarrkirche gebaut, die wir vor zehn Jahren renovierten und erweiterten. Urgrossvater, Grossvater und Vater Furger amteten als Kirchenvögte. Vom Urgrossvater an bis heute waren Söhne dieser Stammlinie Ministranten der Kirche. Man nannte sie früher die Familie des «Sigristen», weil der Grossvater viele Jahre Sigrist ist an der Kirche und Jagdmattkapelle war.

Nach dem Besuch der hiesigen Sekundarschule bei Prof. Bernasconi, der oft begabte Schüler zum Studium anregte, trat Ambros Furger in das Kollegium Stans ein, wo er 1937 die Matura erfolgreich bestand. Am Feste Maria Geburt 1937 meldete er sich als Novize im Kapuzinerkloster Wesemlin, Luzern. Der grosse Schritt der feierlichen Profess war am Feste Kreuzerhöhung 1938. Nun folgten in Solothurn die theologischen Studien und die Priesterweihe am 5. Juli 1942. Die glücklichen Eltern waren auch anwesend.

Als Wirkungsstätten wurden dem jungen Pater die Klöster Sursee, Olten, Schüpfheim und Altdorf zugewiesen Von 1958 bis 1964 war Pater Bonifaz der erste Pfekt und Religionslehrer der urnerischen Bauernschule in Seedorf. Seitdem ist er wieder im Kloster Olten tätig. Wir wünschen ihm noch eine lange, segensvolle Tätigkeit als frommer und eifriger Ordensmann des hl. Franziskus. Möge das Jubiläum wieder neue Ordens- und Priesterberufe wecken I

 

Kapuziner aus Erstfeld

Es standen uns leider keine Verzeichnisse bis zum 19. Jahrhundert zur Verfügung.

Ob vorher Erstfelder Kapuziner wurden, ist darum nicht bekannt.

1896 bis 1944: P. Norbert Baumann, Sohn des Kapellvogt Johann Baumann und der Maria Anna Püntener, Linde.

Seit 1937: P. Bonifaz Furger, unser Jubilar.

Seit 1941: Br. Anastasius Baumann, Sohn des Josef Baumann und der Magdalene Püntener, Pfaffenmatt.

Priester aus dem Geschlechte Furger in Uri

1.   Furger Ambros, von Erstfeld, Pfarrer daselbst, 1829 bis 1873;

2.   Furger Franz, Lic. theol., von Altdorf, gest. 1905 als Kaplan in Bürglen;

3.   Furger Eduard, von Gurtnellen, Pfarrer in Bauen, gest.  1928 in Zizers.

 

Priester aus Erstfeld                                                                                                          

                                                                                   

Vor dem 17. Jahrhundert sind keine Priester aus Erstfeld gebürtig oder in Erstfeld aufgewachsen, bekannt. Die späteren Verzeichnisse oder Angaben bis zum 18. Jahrhundert sind lückenhaft. Das erste und urkundlich sichere Verzeichnis von Priestern aus Erstfeld erstellte zu Anfang des 20. Jahrhunderts Pfarrer Gedeon Furrer in seiner geschichtlichen Studie über die Jagdmattkapelle Erstfeld. (Histor. Neujahrsblatt Uri, 1906).

Priester aus Erstfeld

1.   Johann Peter Zgraggen, geboren 1626, von Erstfeld, Sohn des Peter Zgraggen und der Katharina Schick. Die theologischen Studien machte er in Mailand. Seine Primiz feierte er in der Jagdmattkapelle. Er war 1651 -1657 Pfarrer in Seedorf. Dann übernahmer die Pfründe an der Jagdmattkapelle. Er starb am 27. Februar1658. (Siehe Verzeichnis der Pfarrhelfer.)

 

2.   Adam Franz Zurfluh, von Erstfeld, geb. am 20. Juni 1661 in Altdorf,Sohn des Grossweibels Franz Zurfluh und der Anna Margarete Stadler. Er war von 1689 - 1721 Pfarrhelfer oder Kaplan an der Jagdmattkapelle, ging 1721 als Kaplan vom oberen Heilig Kreuz nach Altdorf und starb in Altdorf am 17. Oktober 1740. (Siehe Verzeichnis der Pfarrhelfer.)

 

3.  Sebastian Heinrich Püntener, von Erstfeld, geboren den 1. Mai 1722, Sohn des Kirchenvogtes Johann Heinrich Püntener und der Margrit Juliana Jauch, Seewadi. Er starb am 20. August 1799 an den Folgen der Misshandlung durch Franzosen. (Siehe Verzeichnis der Pfarrhelfer.)

 

4.   Furger Ambros, geboren 6. Mai 1789, Sohn des Kirchenvogt Johann Furger und der Maria Franziska Lusser, Kirchgasse. Er starb am 30. Mai 1876. (Siehe Pfarrer von Erstfeld.)

 

5.   Baumann Ambros, geboren den 24. September 1809, Spätach Erstfeld. Er widmete sein ganzes Priesterleben der Pfarrei Erstfeld. Er starb am 5. März 1861. (Siehe Pfarrhelfer-Verzeichnis.)

 

6.   Baumann Johann Josef, von Erstfeld, Hofstetten, geboren 10. Oktober 1812. War Pfarrer in Attinghausen. Wurde 1884 in Erstfeld beerdigt. Er war der Sohn des Kapellvogt Johann Baumann und der Maria Anna Furrer. Er wurde am 7. August 1836 zum Priestergeweiht, war Kaplan in Amsteg und Meggen, 1843 -1850 Pfarrer in Isenthal, von 1850 -1882 Pfarrer in Attinghausen, zeitweilig Schulinspektor. Er war ein Wohltäter der Jagdmattkapelle und der Armenpflege.

 

Ambros Furrer, des Ratsherrn und Zoller Johann und der Kaharina Barbara Traxel

 

 

7.   Walker Josef, geboren 22. Oktober 1857, Sohn des Ambros Walker und der Franziska Tresch, Hofacher, Erstfeld. Er besuchte das Gymnasium an der Kantonsschule zu Altdorf, hernach das Priesterseminar in Chur, wo er am 22. Juli 1883 zum Priester geweiht wurde. Er feierte als erster Primiziant in der damaligen neuen Kirche am 12. August 1883 das erste hl. Messopfer. Von 1884 -1895 war er Pfarrhelfer von Seelisberg; 1895 - 1907 Pfarrer in Sisikon, 1907 -1912 wieder Pfarrhelfer von Seelisberg, 1922 -1924 Pfarrer in Seelisberg, dann nochmals von 1924 -1932 Pfarrhelfer in Seelisberg. Zuletzt Spiritual im Altersheim in Flüelen, starb am 18. August 1938 und wurde in Erstfeld beerdigt.

 

 

8.   Bissig Vinzenz, geboren den 4. März 1869, Sohn des Joder Bissig und der Ida Zurfluh von Erstfeld. Die Gymnasialstudien machte er 1883 -1889 an der Kantonsschule zu Altdorf, die Philosophie hörte er in Eichstätt, Theologie in Chur und Mailand, wo er am 27. Mai 1893 zum Priester geweiht wurde. Es folgten Seelsorgsposten von 1894 - 1895 Vikar in Lausanne, vom 1. Oktober 1895 bis März 1896 Kaplan in Altdorf, vom 1. April 1896 bis Januar 1900 Diasporapfarrer in Rüti, Kt. Zürich; Ende Januar 1900 bis September 1903 Professor an der Kantonsschule Altdorf, . vom 27. September 1903 bis
Herbst 1922 Pfarrer von Wassen
. Aus gesundheitlichen Gründen resignierte er auf die Pfarrpfründe und wurde Kaplan zu Sankt Niklausen, Obwalden, wo er am 28. Sept. 1928 starb und beerdigt wurde. Vinzenz Bissig war sprachengewandt und von 1912 -1922 Schulinspektor des II. Kreises Uri.

 

 

9.   Ziegler Ferdinand, geboren den 1. Januar 1870, Sohn des Schreinermeisters Ambros Ziegler und der Apollonia Echser, Wasserschaft, Erstfeld. Er besuchte das Gymnasium an der Kantonsschule zu Altdorf, die Philosophie zu Richstätt, die Theologie in Chur, und wurde dort am 23. Juli 1893 zum Priester geweiht. Von 1894 bis 1904 Kaplan in Amsteg, 1904 -1913 Pfarrer in Männedorf, 1913- 1920 Pfarrer in Wangen, Kt. Schwyz, von 1920 -1933 wieder Pfarrer in Männedorf, wo er starb und beerdigt wurde.

 

 

10.   Baumann Anton, geboren den 10. Juli 1871, Sohn des Kapellvogt Anton Baumann und der Maria Anna Püntener, Linde. Gymnasialstudien an der Kantonsschule zu Altdorf, Philosophie in Einsiedeln,Theologie in Chur, dort -zum Priester geweiht am 14. Juli 1895. Von 1896 -1904 Pfarrhelfer in Unterschächen, 1904 -1910 Pfarrer in Hospenthal, 1910 -1941 Pfarrhelfer in Attinghausen, war Präses des Priesterkapitels Uri, starb am 26. Mai 1941 in Attinghausen und wurde dort beerdigt.

 

 

 

11.   Baumann P. Norbert, O. Cap., geboren den 27. April 1874, Taufnahme Jost, Sohn des Kapellvogt Johann Baumann und der Maria  Anna Püntener, Bruder von Pfarrhelfer Anton Baumann. Gymnasium in Altdorf, 1896 Eintritt in den Kapuzinerorden. Primiz in Erstfeld am 26. März 1901. Pfarrer Gedeon Furrer schrieb in die Pfarreichronik: «Der erste Kapuziner aus Erstfeld seit Menschengedenken.» War viele Jahre Wallfahrtspriester in Heiligkreuz, Entlebuch. Gestorben im Kapuzinerkloster Sursee, den 12. August 1944.

 

 

 

12.  Schmid P. Bruno, OSB, Konventual des Klosters Einsiedeln. Geboren zu Erstfeld, den 24. März 1898, Taufname Walter, Sohn des Lokomotivführers August Schmid und der Magdalena Huber, des Michael Huber- Furger, Flüe, «Blumenau», bürgerlich von Lindau, Kt. Zürich. Gymnasium in Einsiedein, hernach Eintritt in das Benediktinerstift Einsiedeln, Profess am 3. Juli 1921, primizierte zu Erstfeld am 27. Mai 1923. War zeitweilig Pfarrer in Freienbach, WillerzeIl und Bennau SZ, Volksmissionär, Professor für Hebräisch und Patristik an der theologischen Lehranstalt des Klosters Einsiedeln. Die Mutter Magdalena stammt aus der Familie Huber,"Michis" ab der Flüe. Tochter des Michael Huber und der Margaretha, geb. Furger.

 

 

 

13.   Gnos Siegfried, lic. theol., geboren den 18. Mai 1899, Sohn des Siegfried Gnos und der Sophie Wipfli, Hofstatt. Gymnasium mit Matura zu Einsiedeln, Theologie in Mailand und Chur, erwarb sich am erzbischöflichen Priesterseminar zu Mailand das Lizentiat der Theologie, wurde am 20. Juli 1924 in Chur zum Priester geweiht und feierte am 27. Juli 1924 in Erstfeld die Primiz, wurde 1925 -1928 Pfarrer in Buseno, Calanca, 1928 -1930 Vikar in Altdorf, 1930 -1949 Pfarrer in Hospenthal, 1949 -1963 Pfarrer in Göschenen. Seit 1963 Pfarrer in Bauen. Er war von 1929 -1942 Schulinspektor des Kreises 11, viele Jahre Feldpredigerhauptmann im Regiment 12, der Waffenplätze Andermatt, Airolo und Bellinzona. Mitgründer der Italiener-Seelsorge Uri.

 

 

 

14.  Schmid P. Gabriel, OSB, Konventual des Klosters Einsiedeln, Bruder von P. Bruno Schmid, geboren am 22. April 1899 in Erstfeld, Taufname Arnold. Er machte das Gymnasium mit Matura in Einsiedeln, trat daselbst in den Benediktinerorden ein und wurde am 2. Juni 1928 zum Priester geweiht. Die Primiz wurde in Einsiedeln am 17. Juni gefeiert. War 1928 -1929 studienhalber in Rom und seit 1929 Professor am Collegio Papio in Ascona.

 

 

15.  Furrer P. Kolumban, von Erstfeld, Benediktinermissionär von St. Ottilien, Bayern, geboren den 17. Oktober 1904, Sohn des Franz Furrer und der Josefa Zurfluh. Sein Taufnahme war Siegfried. Gymnasialstudien mit Matura in Disentis und Engelberg. Eintritt in den Orden der Benediktiner von St. Ottilien, Profess am 9. Oktober 1927, wurde am 8. März 1931 zum Priester geweiht und feierte seine Primiz in Erstfeld am 19. März 1931. Aussendung als Missionär nach Ostafrika 1931, Abtei Ndanda, Tanganyika. Mit Unterbruch von zwei kurzen Urlaubsaufenthalten in der Heimat brachte P. Kolumban mehr als dreissig Jahre als idealgesinnter und beliebter Missionär bei den Negern zu. Er starb am 10. Oktober 1964 in Ndanda, wo er bestattet wurde. Er war der erste Heidenmissionär aus Erstfeld, eiem später andere nachfolgten. Er gereicht der Heimat zur Ehre.

 

 

 

16.   Walker P. Xaver, S. J. Dr. phil., geboren den 30. April 1902, Sohn des Jost Walker und der Maria Anna Städelin. Nach dem Tode seiner Eltern wuchs er auf bei der verwandten Familie Lehrer Dominik Wipfli. Er machte die Gymnasialstudien mit Matura in Einsiedeln und trat 1923 in den Jesuiten-Orden ein. Es folgten philosophische Studien in München, theologische in Neapel und Paray-Ie-Monial, Frankreich; wurde am 29. Juli 1934 in Neapel zum Priester geweiht, feierte die Primiz in Erstfeld am 12. August 1934. Er wurde Studentenseelsorger in Zürich, Exerzitienmeister in Schönbrunn, Spiritual und Geschichtsprofessor am Priesterseminar in Sitten, Rektor des Kollegs Stella Matutina in Feldkirch, Spiritual und Professor der Aszetik im Priesterseminar Chur, Direktor des Exerzitienhauses Schönbrunn, hernach Provinzial der schweizerisch-vorarlbergischen Jesuiten-Provinz, mit Wohnsitz in Zürich. Er ist der erste Jesuiten-Provinzial aus dem Kanton Uri stammend.

 

 

 

17.   Furrer Josef, Dr.. jur. can., geboren den 14. März 1910, Sohn des Josef Furrer und der Maria Baumann, Acherberg, Erstfeld. 'Er machte seine Gymnasialstudien mit Matura am Kollegium zu Stans, die theologischen Studien im Diözesanpriesterseminar zu Chur und wurde dort am 7. Juli 1935 zum Priester geweiht. Primiz in Erstfeld am 21. Juli 1935. Er war 1935 -1938 studienhalber in Rom und promovierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana zum Doktor des kanonischen Rechtes. Seit 5. September 1938 bis anfangs Juli 1946 Bischöflicher Kanzler und 1942 -1946 zugleich Bischöflicher Offizial. Resignierte gesundheitshalber und wurde am 7. Juli 1946 zum Pfarrer von Immensee installiert. Feldpredigerhauptmann. Seit November 1968 wieder Bischöflicher Offizial in Chur.

 

 

 

18.  Schuler Hans, lic. jur. utriusque, und lic. rer. pol., Bürger von Unterschächen, aufgewachsen in Erstfeld, geboren den 18. November 1908, Sohn des Johann Schuler und der Josepha Herger. War nach dem Tode des Vaters bei den Pflegeeltern Gustav Schuler- Gisler, Langmatte, Erstfeld, besuchte das Kollegium Karl Borro- mäus in Altdorf mit Matura, 1924 -1931; Theologie 1931 -1933 am erzbischöflichen Seminar in Mailand und 1934 -1935 am Diözesanseminar Chur, wo er am 7. Juli 1935 zum Priester geweiht wurde. Er primizierte in seiner Heimatgemeinde Unterschächen am 28. Juli 1935. Von 1935 -1941 Pfarrhelfer und Sekundarlehrer in Amsteg; 1941 - 1945 studienhalber auf der Universität zu Freiburg, wo er das zweifache Lizentiat der Rechtswissenschaft und der Staatswissenschaften erwarb. Nachfolgend ein Studienaufenthalt in Rom für Archaeologie und Geschichte. Von 1948 -1950 Vikar an der St. Antoniuskirche in Zürich. Seit 1. Juni 1950 Staatsarchivar von Uri, hat seit März 1963 den Wohnsitz im eigenen Heim bei der Jagdmatt. Er ist Gründer der Gesellschaft für eine urnerische Kantonsbibliothek, sowie der Volkshochschule Uri.

 

 

 

19.   Exzellenz Dr. Johannes Vonderach, Bischof von Chur. Geboren den 5. Mai 1916, in Unterschächen, wo seine Eltern das Hotel Klausen besassen, Sohn des Heinrich Vonderach, aus Deutschland stammend, Bürger von Spiringen, und der Katharina Gisler, Glätti, Spiringen. Nach dem Tode des Vaters verbrachte er drei Jahre in Erstfeld, wo sein Bruder Josef das Hotel Hof führte. Hans Vonderach besuchte die zweite, dritte und vierte Klasse in Erstfeld, empfing dort in der Pfarrkirche die erste hl. Kommunion und Firmung. Er kam hernach zu seinen Geschwistern nach Altdorf, besuchte 1929 - 1936 das Kollegium Karl Borromäus, wo er die eidg. Matura mit Auszeichnung bestand. Es folgten theologische Studien in Mailand und Chur. Er wurde am 7. Juli 1940 zum Priester geweiht. Es folgten theologische und kanonistische Studien auf der Universität Freiburg, wo er das Doktorat der Theologie erwarb. Vom 25. Juni 1946 -1953 Bischöflicher Kanzler und Kanonikus der Kathedrale Chur, vom 8. Dezember 1953 an Generalvikar der Diözese Chur. Wurde am 8. Dezember 1957 vom Päpstlichen Nuntius Gustav Testa, Bern, in der Kathedrale Chur zum Weihbischof der Diözese, mit dem Recht der Nachfolge des Bischofs von Chur geweiht. Nach dem Hinscheiden von Bischof Christianus Caminada trat Johannes Vonderach das Bischofsamt von Chur am 22. Januar 1962 an. Er ist der erste Urner, welcher Bischof von Chur wurde. Uri rechnet sich das als hohe Ehre an.

 

 

20.  Furger P. Bonifaz, O. Cap., von Erstfeld, geboren den 17. August 1915, Taufname Ambros, Sohn des Kirchenvogts Ambros Furger und der Anna Furrer, Birtschen. Gymnasium mit Matura am Kollegium in Stans. Eintritt 1937 in den Kapuzinerorden, Profess am 14. September 1938 in der Klosterkirche Wesemlin, Luzern, zum Priester geweiht in der Klosterkirche zu Solothurn, den 5. Juli 1942,Primiz in Erstfeld am 12. Juli 1942. Seelsorglich in mehreren Kapuzinerklöstern tätig. Von 1958 -1964 Präfekt und Religionslehrer der kantonalen Bauernschule von Uri in Seedorf. Seitdem wiederin der Klosterseelsorge tätig. - Pfarrer Ambros Furger (gest.1876) war sein Urgrossonkel gewesen. Gegenwärtig Pater Vikar, Kapuzinerkloster, Altdorf.

 

 

21.   Baumann Alois  Dr. theol. et lic. phil., geboren den 14. August 1918,( gest. 2. Febr. 2011)  Sohn des Josef Baumann und der Anna Gisler, obere Spätach, Erstfeld. Gymnasium mit Matura am Kollegium Karl Borromäus Altdorf 1931 -1938; Theologie in Chur; von 1941 -1942 in Rom Germanikum, erwarb sich das Lizentiat der Philosophie an derpäpstlichen Universität Gregoriana 1942; infolge Kriegswirren in Italien Verlegung des  Theologiestudiums ans Canisianum der Jesuiten in Sitten, Kt. Wallis. Die Priesterweihe wurde am 1. Juli 1945 im Priesterseminar zu Chur erteilt. Die Primiz wurde in Erstfeld am 8. Juli 1945 gefeiert. Fortsetzung des Theologie-Studiums an der Gregoriana in Rom, daselbst Doktorat der Theologie. Seit Oktober 1947 Professor und Präfekt einer Abteilung des Internates am Kollegium Maria Hilf in Schwyz. Pfarrhelfer Ambros Baumann (gest. 1861) war sein Urgrossonkel gewesen.

 

22.  Imholz Anton, geboren den 2. Oktober 1922, Sohn des Walter Imholz und der Josefa Zurfluh, Hirschmatt, Erstfeld, bürgerlich von Attinghausen. Gymnasium in Altdorf und Lyzeum am Kollegium in Stans, dort Matura 1944. Studium der Theologie im Priesterseminar zu Chur, Priesterweihe am 4. Juli 1948, Primizfeier in Erstfeld am 11. Juli 1948. Seelsorgsposten: Katechet und Spiritual im Erziehungsheim Schleuis, Kt. Graubünden vom 20. September 1949 bis 17. Dezember 1953; Vikar an der St. Franziskuskirche Zürich 1954-1959; seit 1959 Kaplan in Arth. Der ehemalige Kaplan von Galgenen, Walter Imholz, 1895 -1909, war Grossonkel des obgenannten Imholz Anton gewesen.

 

 

23.   Baumann P. Martin, Missionär der schweiz. Missionsgesellschaft Bethlehem, Immensee, geboren den 30. September 1923, Sohn des Josef Baumann und der Anna Gisler, obere Spätach. Er ist der Bruder von Dr. Alois Baumann. Seine Gymnasialstudien mit Matura machte er am Kollegium Karl Borromäus zu Altdorf 1937- 1944. Es folgten philosophische und theologische Studien am Bruderklausenseminar in Schöneck ob Beckenried. Die Priesterweihe empfing er am Palmsonntag, den 2. April 1950, in der Institutskirche Immensee, die Primiz wurde -arn Osterfeste, den 9. April 1950 in Erstfeld gefeiert. Es folgte noch ein Jahr Sprachstudium in England. Am 29. September 1951 war in der Institutskirche Bethlehem, Immensee, Aussendung in die Missionen. Unter ihnen befand sich auch Pater Martin Baumann, dem das Missionskreuz für Japan übergeben wurde. E wirkte an verschiedenen Missionsposten in Morioka, Ichinoseki, Miyako, Semmaya. Nach zehnjähriger Missionstätigkeit fand ein Heimaturlaub statt. Zum zweiten Mal nahm hernach P. Martin Baumann das Missionskreuz für Japan in die Hand.

 

24.  P. Marcial Parada, Pallotiner, aus Santiago, Chile, Südamerika, feierte am 23. Juli 1961 in unserer Pfarrkirche als Missionspater seine Primiz. Im Jahre 1956 hatte er in Freiburg am 25. März Profess gefeiert, daselbst auf der Universität Philosophie und Theologie studiert und in der letzteren das Lizenziat erworben. Die Priesterweihe war am 16. Juli 1961 in Freiburg. Er ist der Sohn eines Arztes in Santiago. Nach Abschluss aller Studien kehrte er in die Seelsorge nach Santiago im Juli 1962 zurück. Mit Erstfeld, seinem Primizort, blieb er durch jährlichen Briefverkehr verbunden. So zählt er, obwohl aus fernem Kontinent, in geistiger Verbundenheit zur Pfarrei Erstfeld (Siehe Pfarrblatt Erstfeld, Nr. 30/1961). P. Marcial war durch eine Volksmission im Jahre 1960 auf unsere Pfarrei aufmerksam gemacht worden.

 

25.  Schuler Ambros, Sohn des Mathias Schuler und der Martha Brand, Bockiberg, Erstfeld, bürgerlich von Unterschächen, geb. am 23. März 1940. Gymnasium mit Matura am Kollegium Karl Borromäus, Altdorf. Theologie in Chur. Zum Priester geweiht am 30. März 1968 bis 1974. Primiz in Erstfeld, Sonntag, den 28. April 1968. Seit Mitte August 1968 bis 1974 Vikar in Dübendorf, Kt. Zürich. Ab Mai 1974 - 2005 Pfarrer der Pfarrei St. Stephan, Männedorf. Ab dann Pfarradministrator und priesterlicher Mitarbeiter.


Ordensbrüder aus Erstfeld

1.    Walker Br. Ambros, S.J., geboren den 29. April 1888, Sohn des Josef Walker und der Anna Maria Indergand, Leitschach, Erstfeld. Eintritt in den Jesuitenorden im Jahre 1915. Wirkungsorte in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, im Exerzitienhaus Schönbrunn, Kt. Zug.

 2.  Herger Br. Fulbert, Benediktinermissionär St. Ottilien, Bayern. Geboren den 29. September 1899, Taufname Josef, Sohn des Johann Herger und der Magdalena Tresch, bürgerlich von Schattdort. Profess in St. Ottilien am 2. Juni 1925. Missionssekretär der Benediktinermissionäre in Uznach.

   

3.   Schmid Br. Edwin, Benediktinermissionär St. Ottilien, Bayern. Geboren den 17. Oktober 1903, Taufname Eugen. Sohn des Lokomotivführers August Schmid und der Magdalena Huber des Michael und der Margaritha Furger, Flüe, Blumenau, Erstfeld, bürgerlich von Lindau, Kt. Zürich. Profess am 2. Juni 1925 mit Br. Fulbert in St. Ottilien. Am 29. April 1945 ausgesandt als Missionär nach Ostafrika. Er ist der Bruder der beiden Patres Bruno und Gabriel Schmid, Kloster Einsiedeln, sowie des Br. Felix Schmid in Engelberg. Von Beruf Maschinenschlosser.

 

 

 

4.   Schmid Br. Felix, Konventual des Klosters Engelberg, geboren den 5. Oktober 1904, Taufname Bruno, Sohn des Lok.-Führers August Schmid und der Magdalena Huber,des Michael und der Margaretha, geb. Furger, Flüe, Blumenau. Von Beruf Buchdrucker. Profess am 12. Mai 1926 in der Klosterkirche Engelberg.

 

 

5.   Lafferma Br. Meinrad, Konventual des Klosters Engelberg, geboren den 23. Februar 1900 in Göschenen, Taufname Laurenz, Sohn des Lafferma Laurenz und der Maria Zgraggen, Heimatberechtigt in Belluno, Italien, aufgewachsen und die Schulen besucht in Erstfeld, Profess am 23. Januar 1925. Von Beruf Coiffeur.

 

 

 

6.  Baumann Br. Anastasius, O. Cap., geboren den 29. April 1916, Taufname Martin, Sohn des Gemeinderat Josef Baumann und der Magdalena Püntener, Pfaffenmatt, Erstfeld. Profess am 8. Januar  1942 im Kapuzinerkloster Altdorf. War in verschiedenen Kapuzinerklöstern tätig. Von Beruf Gärtner. Er ist mutterseits verwandt mit P. Norbert Baumann O. Cap.,  gest.1944. - Gegenwärtig im Kloster zu Dornach.

Ordensfrauen aus Erstfeld

1.    Baumann Sr. Germana, Kloster St. Klara, Stans. Geboren 1863, Tochter des Johann Baumann und der Maria Anna Püntener, Linde, Erstfeld. Profess 1889. Sie war die Schwester von Pfarrhelfer Anton Baumann, Attinghausen und P. Norbert Baumann, o. Cap. Sie starb am 3. März 1913.  

   

2.    Wipfli Sr. Maria Josefa, Kloster St. Klara, Stans. Geboren den 30. Dezember 1863, Tochter des Johann Wipfli und der Anna Josefa Furger, Ripshausen. Sie legte Profess ab am 21. Oktober 1890. Sie starb am 20. August 1936.

   

3.   Furger Sr. Martha Luzia, Kloster Urfahr bei Linz, Oesterreich, Oblatin des hl. Franz von Sales. Geboren den 20. November 1880, Tochter des a. Kirchensigrist Ambras Furger, Kirchengasse, und der Katharina Furger. Profess am 11. Januar 1906, starb unerwartet früh am 3. Februar 1906.

 

 

 

4.   Püntener Sr. Agnes, Kapuzinerinnenkloster Gerlisberg, Luzern geboren den 17. August 1883, Tochter des Ambros Püntener und der Klara Furger, Profess am 20. August 1905.

 

 

 

5.    Püntener Sr. Maria Theresia, Franziskanerinnenkloster Muotathal. Geboren den 4. Juni 1883, Tochter des Ratsherrn Anton Püntener und der Katharina Gisler, Wasserschaft, Erstfeld. Profess' am 29. Mai 1906. Gestorben den 23. September 1925.

 

 

 

- 6. Fedier Sr. Dorina, Lehrschwester Institut Menzingen, geboren den 19. Oktober 1891, Taufname Josefa, Tochter des Franz Fedier und der Josefa Trezzi. Profess 1912. War viele Jahre in Beckenried Lehrerin.

 

   

7.   Gamma Sr. Aletha, Lehrschwester Institut Menzingen, geboren 1899, Taufname Marie, Tochter des Kirchenvogt Anton Gamma und der Paulina Zurfluh, Unterdorf. Profess 1921. Viele Jahre Lehrerin in Reichenburg, Kt. Schwyz.

   

 

8.   Gamma Sr. Eustachia, Krankenschwester Institut Menzingen, geboren 1901, Taufname Agatha, Tochter des Anton Gamma-Zurfluh, leibliche Schwester von Sr. Aletha Gamma. Profess 1925.

 

 

 

9.   Zragggen Sr. Maria Josefa Agatha, Franziskanerinnenkloster Muotathal, geboren den 22. Mai 1901, Taufname Amanzia, Tochter des Anton Zgraggen und der Katharina Huber, Schwandi. Profess am 14. September 1926, gestorben am 29. August 1931.

 

 

10. Hofmann Sr. Xaveria, Lehrschwesterninstitut Menzingen, geboren den 9. rz 1904, Tochter des Hofmann Xaver und der Elise Felder, legte als Missionsschwester vom Institut Menzingen am 4. Januar 1928 in Santa Cruz, Viktoria, Chile, Südamerika, die Ordensprofess ab. Seit 1941 ist sie Lehrerin im Seminar Santiago.

 

 

 

11.  Baumann Sr. Plazida, Benediktinerinnenkloster Au bei Einsiedeln. Geboren den 4. August 1904, Taufname Margarita, Tochter des Alois Baumann und der Aloisia Baumann, Linde, Professfeier am 2. Juli 1930. - Sr. Baumann Germana, Kloster St. Klara, Stans, war ihre Grosstante und Pfarrhelfer Anton Baumann und P. Norbert Baumann ihr Onkel gewesen.

 

 

12.  Arnold Sr. Maria Gebhard, Lehrschwester vom Institut Menzingen. Geboren den 25. August 1921, Taufname Angela, Tochter des Gebhard Arnold und der Maria Dittli, Oberdorf. Profess am 24. August 1943. Seit mehreren Jahren Lehrerin in Gurtnellen-Berg.

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