Wappen der Urner FURRER

Quelle: Das Geschlecht Furrer in Uri: Robert Furrer- Spahni

 

Pfarrer Ambros Furrer, 1836-1851, von Erstfeld, geboren 25. Oktober 1809, des Ratsherrn und Zoller Johann und der Katharina Barbara Traxel.

Ambros Furrer, 1836-1851, von Erstfeld, geboren 25. Oktober 1809, des Ratsherrn und Zoller Johann und der Katharina Barbara Traxel. Er und sein Vetter Franz erhielten im November 1826 von der Zentralschulkommission je ein Stipendium von 1 Louisdor zugesprochen, mit dem Wunsche jedoch, sie möchten künftig in Uri studieren.

 

Doch gab Franz das Studium auf. Wie die Tradition sagt, ließ die Verwandtschaft die beiden Vettern das Los ziehen, welcher von beiden studieren sollte, da sie nicht beide zu unterstützen vermochte. Franz wurde in der Folge Waldbruder. 1827 wurde Ambros allein als Student der Syntax mit einem Stipendium von 13 Gl. bedacht. Am 22. November 1830 erhielt er als Student der Rhetorik eine Unterstützung zugesprochen, doch heißt es schon am 10. Dezember, es werde ihm eine größere Unterstützung verweigert, wahrscheinlich geschah dies, weil er in Brig studierte.

 

Im März 1834 treffen wir ihn als Studierenden der II. Theologie in Sitten, am 9. Januar 1835 erhält er das Püntenerische Stipendium, am 30. August1835 wird er ordiniert, am 25. Februar und 31. Mai 1836 in das Priesterkapitel aufgenommen, am 9. Oktober 1836 zum Pfarrer in Flüelen gewählt, wirkt 3. März 1851 bis zu seinem am 25. Juli 1868 erfolgten Tode als Pfarrer zu Schattdorf.

 

Im Juli 1860 wurde er Stellvertreter oder Beistand des kranken Kommissars Johann Josef Gisler, 1861 bischöflicher Kommissar. Er war Mitglied des Diözesanrates, der Zentralschulkommission und der Zentralarmenpflege. «Von der Gemeinde Schattdorf an ihre seit Monaten verwaiste und im Innern durch örtliche Mißhelligkeiten zur Zeit entzweite Pfarrei berufen, glückte es ihm unter Gottes Beistand, nicht nur das wohlverdiente allgemeine Zutrauen zu erwerben, sondern auch die waltenden Differenzen ver gessen zu machen und auszusöhnen.

 

Ein sehr gebildeter, gewissen hafter Priester, guter Kanzelredner, frommen, bescheidenen Sinns daher er auch die Liebe seines Bischofs; die Hochschätzung seiner Amtsbrüder, die Hochachtung der Gemeinde und aller, die ihn kannten in hohem Maße genoß. » (Nekrolog : Schweizerische Kirchenzeitung 1868.) Sein Porträt bewahrt die Sakristei zu Schattdorf. Denkmäler seines Wirkens und seiner Fürsorge für die Armen sind die beiden A2menhäuser, die er zu Flüelen und Schattdorf baute.

 

Autor: Müller, Josef Zeitschrift: Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte Band: 21 (1927) Herausgeber: Vereinigung für Schweizerische Kirchengeschichte