Kapläne der III Pfründe in Erstfeld

 

Quelle: Th. Herger: Die Pfarrgeistlichkeit von Erstfeld

 

Am 13. Juni 1915 wurde von der katholischen Kirchgemeindeversammlung der Bau des neuen Hauses der III. Pfründe samt Vereinshaus beschlossen. Die Uebergabe des Baues an die Kirchenbehörden erfolgte am 23. Juni 1916. Als erster Wohnungsinhaber des neuen Kaplaneihauses zog der bisherige Vikar Josef Maria Aschwanden ein. Die formelle kirchenrechtliche Errichtung der Kaplaneipfründe wurde vom Bischöflichen Ordinariat Chur urkundlich jedoch erst am 9. Januar 1946 ausgefertigt. Das Pfrundhaus samt Vereinshaus und Umgelände ist Eigentum der Pfrundstiftung, die unter Verwaltung der Kirchgemeinde steht.

___________________________________________________________________________

 

Folgende Kapläne waren Inhaber der Kaplaneipfründe:  1916 - 1919

Josef Maria Aschwanden. - Siehe Pfarrhelfer. ____________________________________________________________________________

 

1920 -1931

 Karl Bernasconi bürgerlich von Italien, Albiolo, geboren am 22. Januar 1888 in Zug. Seine Eltern waren Achilles Bernasconi und Katharina Staub, bürgerlich von Menzingen. Die Eltern siedelten bald nach Mettmenstetten, Kt. Zürich über, wo Karl die Schulen besuchte. Die Gymnasialstudien machte er 1902- 1906 im Kollegium zu Stans, dann 1906 -1908 im Kollegium zu Schwyz. Die theologischen waren im Priesterseminar zu Chur 1908 -1912, wo er am 16. Juli 1911 zum Priester geweiht wurde. Die Primiz feierte er in Affoltern am Albis. Er hatte schon am Gymnasium grosse Talente für mathematische und naturwissenschaftliche Fächer geoffenbart. Darum bezog er 1912 -1914 die Universität und für gewisse Fächer auch das Polytechnikum in Zürich. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges unterbrach sein Studium. Er wurde von 1914 -1920 Professor für Mathematik und Naturfächer am Kollegium Maria Hilf in Schwyz. Er war auch ein guter Zeichner und brachte es als Portraitmaler zu beachtlichen Erfolgen. Am 15. September 1920 übernahm Bernasconi die zweiklassige Gemeindesekundarschule, die er bald zur Blüte brachte. Er wurde auch Mitbegründer einer Abteilung für eine gewerbliche Fortbildungsschule. Als Mathematiker und Physiker erkannte Professor Bernasconi den Wert der Bergbäche. Er wurde eifriger Befürworter und Mitbegründer des Eigenkraftwerkes Erstfeld, das 1929 beschlossen wurde. Im Jahre 1931 starb Prälat Gedeon Furrer in Erstfeld. Manche Kreise wünschten Bernasconi als Pfarrer. Das Bischöfliche Ordinariat jedoch hatte ihn für die Diasporapfarrei Affoltern am Albis bestimmt, wo er von 1931 -1945 wirkte. Infolge Krankheit demissionierte er und verbrachte den Lebensabend im Priesterheim zu Buochs, wo er am 30. März 1946 starb. Er wurde im Familiengrab zu Menzingen bestattet.

 

___________________________________________________________________________

 

1931 -1936

Josef Arnold Bürger von Unterschächen, geboren zu Altdorf, Fuchsacher, 17. November 1906, Sohn des Johann Arnold und der Johanna Gisler, besuchte das Gymnasium mit Matura am Kollegium Karl Borromäus Altdorf 1919 -1926; Theologie 1926 -1927 in Mailand, hernach im Diözesanseminar in Chur, wo er am 7. Juli 1929 zum Priester geweiht wurde. Die Primiz wurde in der Pfarrkirche Altdorf gefeiert. Es folgte noch ein Jahr Theologie in Chur. Vom 1. September 1930 bis Herbst 1931 Vikar in Erstfeld, dann bis November 1936 Kaplan. April 1937 bis September 1937 Vikar an der Herz-Jesukirche Zürich; September 1937 bis Mai 1939 Domvikar in Chur; von 1940 bis 1943 Studium an der Universität Gregoriana in Rom, Lizentiat des Kirchenrechtes; 1944 -1956 Vikar an St. Peter und Paul, Zürich; 1956 -1958 Diasporapfarrer in Klosters; seit 1958 Pfarrer in Unterschächen. Präses des Priesterkapitels Uri 1966 -1967; SChulinspektor des 11. Kreises seit 1961. Musikalisch begabt versieht er auch zeitweilig den Organistendienst. _____________________________________________________________________________

 

1936 - 1937 Josef Gisler (Pfarrhelfer-Verzeichnis). ______________________________________________________________________________

 

1937 -1940 Eduard Achermann (Siehe Pfarrhelfer-Verzeichnis) _____________________________________________________________________________

1940 -1947 Josef Schwitter (Siehe Pfarrhelfer-Verzeichnis). ____________________________________________________________________________

 

1948 -1952 Vom 28. Dezember 1947 bis 8. September 1948 blieb die Kaplanei unbesetzt. _______________________________________________________________________________

 

Am 8. September 1948 kam auf Vorschlag des Bischofs als Kaplan nach Erstfeld: Dr. rer. Stephan Ettlinger bisher Vikar 1944 -1948 an der St. Peter und Paulskirche in Winterthur und Präses des dortigen Gesellenvereins. Stephan Ettlinger wurde geboren am 14. März 1906, von Elsau, Zürich, bürgerlich; Sohn des Isaak Ettlinger und der .Julia Gutmann. Seine Studien machte er in Deutschland und promovierte auf der Universität Frankfurt a. Main zum Doktor der Staatswissenschaften. Als Spätberufener machte er seine philosophischen Studien 1939 in Freiburg, Schweiz, die theologischen im Priesterseminar zu Chur, wo er am 4. Juli 1943 geweiht wurde. Vom 19. Febrgar 1952 bis anfangs Juli 1955 Pfarrer in Wallisellen-Zürich, seit 28. Juli 1955 bis 1969 Pfarrer in Zollikon, Zürich. Er war in Erstfeld Präses der Jungfrauen-kongregation und des kath. Arbeitervereins. Seit 1969 Pfarresignat in Egg ZH.

______________________________________________________________________________

 

1952 - 1954 Gottfried Walker Bürger von Gurtnellen, geboren den 1. August 1912 in Wiler-Gurtnellen, Sohn des Kaspar Walker und der Anna Studer aus Trimbach, Solothurn. Seit 1916 hatte die Familie Walker Wohnsitz in Wassen. Gymnasium mit Matura am Kollegium Karl Borromäus in Altdorf 1927 -1933; Theologiestudium 1933 -1934 in Mailand, 1934 -1937 im Diözesanseminar in Chur. Priesterweihe am 4. Juli 1937, Primiz in Gurtnellen-Berg am 11. Juli 1937. Seelsorgsposten: Oktober 1937 bis Dezember 1942 Vikar an der Herz-Jesu-Kirche Winterthur; 1942 -1952 Diasporapfarrer in Wallisellen-Zürich. Am gleichen Tage, am 19. Februar 1952, als am Morgen Kaplan EUlinger aus dem Kaplaneihaus auszog, hielt gegen Abend Gottfried Walker als Kaplan seinen Einzug. Gottfried Walker trat auf Weisung des Bischöflichen Ordinariates am 8. Oktober 1954 eine VikarsteIle in Niedergösgen, dann in Döttingen, Aargau, seit 1962 in Reussbühl, K1. Luzern, an. Er war in Erstfeld Präses des Kath. Arbeitervereins und der Mar. Jungfr. Kongregation. ______________________________________________________________________________

 

1954 - 1955 Anton Huser (Siehe Pfarrhelfer-Verzeichnis). _______________________________________________________________________________

 

1956 - 1961 Karl Frei (Siehe Pfarrhelfer-Verzeichnis)

 

________________________________________________________________________________

 

 

ab 1961

 

Thomas Oefelin von Mosnang, Kt. St. Gallen, provisorisch zur Diözese Chur gehörend. Geboren den 27. Juni 1911, Sohn des Thomas Oefelin und der Emma Holenstein. Gymnasialstudien mit Matura am Missionsinstitut Bethlehem, Immensee. Theologiestudium vier Jahre auf der Universität Freiburg. Priesterweihe 1943 in der Kathedrale St. Gallen. Wirkungsorte: 1943- 1946, Vikar in Quarten; 1946 -1949 Kaplan in Kippei, Kt. Wallis; 1950 - 1954 Vikar in Biberist SO. 1954 -1959 Pfarrer in Seewis, Kt. Graubünden. Kurze Zeit 1959 in Schweden. 1959 -1961 Pfarrassistent an der S1. Stephanskirche Los Angeles, Amerika. Seit dem 24. August 1961 Kaplan in Erstfeld, bewohnt provisorisch das Haus der Pfarrhelferei bei der Jagdmatt. Sprachgewandt: Englisch, französisch, italienisch und gebrochen spanisch. Seit dem 1. September 1967 Pfarrhelfer. Präses der katholischen Jungmannschaft. Mitglied eies Schulrates, Präses des katholischen Arbeitervereins.

 

___________________________________________________________________________

 

Am 4. August 1967

 

wurde vom Bischöflichen Ordinariat Chur zum neuen Kaplan in Erstfeld gewählt Alois Bissig, von Isenthal.bisher Pfarrhelfer in Spiringen.

 

Personalien: Geboren den 19. Juni 1929 in Isenthal, Sohn des Bissig Josef und der Ida Ziegler, «Furgeln». Gymnasialstudien : Institut Bethlehem, Immensee und Kollegium Maria-Hilf in Schwyz, dort Matura. Theologische Studien: fünf Jahre im Priesterseminar in Chur. Dort Priesterweihe am 5. Juli 1953 von Bischof Christianus Caminada, Chur. Seelsorgliche Wirkungsorte: Kaplan und Lehrer auf dem Urnerboden 1954 -1956; Vikar in Zürich-Woffishofen 1956 -1958; Vikar in IIanz 1958 -1962, Pfarrhelfer in Spiringen 1964 -1966, Pfarrverweser (Kaplan) in Stansstad 1966 -1967. Alois Bissig ist der Stiefbruder von Kaplan Franz Bissig, Meien. Antritt der Kaplaneipfründe in Erstfeld am 17. September 1967. Präses der Mar. Jungfrauenkongregation, Bibliothekar der kath. Volksbibliothek.

Twitter-account von Papst Franziskus