Chronologie  (in Bearbeitung)
 

 

1280

Der Nachlass des Heinrich, Sigrist von Erstfelden sprachen im Jahre am 14, März 1280 gemäss einer Urkunde im Fraumünster – Archiv, die Schiedsrichter, Pfarrer Burkard von Altdorf und Magister Heinrich von Basel, Chorherr von Zürich, der Äbtissin und dem Konvent zu.

 

 

1318

Im Juli 1318 verleihen Bruder Petrus, der Erzbischof von Nazareth und dessen Suffragan, Bruder Guizard von Comanas, bei ihrer Reise über den St. Gotthard, der nunmehr zu Ehren des hl. Ambrosius und Othmar eingeweihten Kirche in Erstfeld auf gewisse Feste des Jahres 40 Tage Ablass.

 

 

1321

1321 zahlt „Johans der Meier von Oertschvelt“ Zinsen und Abgaben, mehrere ab „Nid Kilchen“ an die Fraumünsterabtei und die Äbtissin in Zürich berichtet von ihren Zinseinnahmen „ze Oertschveld“. 

 

 

1338

Am 9. Mai 1338 war in Altdorf ein Schiedsgericht besammelt, bestehend aus Jungherr Johannes von Attinghausen Landammann von Uri, Johannes von Mose Vogt von Ursern, Heinrich von Mose von Altdorf, Johannes von Hospenthal von Wassen und Johannes Heinrich des Zwiers Sohn von Altdorf. Dieses Schiedsgericht entschied die Misshelligkeiten, welche die Abbtissin Elisabeth von Zürich um Zinsen, Widmen, Fall und Schaden hatte gegen ihre Meyer Johann von Erstfelden Meier in Bürgeln und seinen Sohn Johannes Meier in Erstfelden. Der Entscheid fiel so aus, daß der Meier von Bürgeln der Abbtissin jährlich 40 Pfund, und der Meier von Erstfelden 30 Pfund Urnerpfennige zu zahlen hätten, die Fälle und Kirchenwidmen in Altdorf der Abbtissin bleiben sollten.  (Gsf. Bd. 18-19)

 

 

1339

Am 7. Mai  1339 gewährten auf Betreiben des Erstfelder Priesters Nikolaus von Hohenstein ein Erzischof und 8 Bischöfe in Avignon für die Kirche St. Ambrosius und die Jagdmattkapelle einen Ablass.(Gfr. Band 3) 

 

 

1340

3. April. Bischof Nikolaus von Konstanz vidimiert (beglaubigen) den Ablassbrief für Erstfelden vom 7. Mai 1339 ( Gsf.III)

 

 

1379

Einweihung der zweiten Jagdmattkapelle. Konsekrator war Weihbischof Petrus von Konstanz. Dieses Gotteshaus blieb bis 1637 bestehen.

 

 .

1390

21. April.  Die Aebtissiin Beatrix belehnt den Jost Amman von Erstfelden mit verschiedenen Gütern um 14  (?)  Pfenning jährlichen Zinses, welches dem Zehnteneinzieher der Abtei,  Heinrich Müller in Altdorf, auszurichten sind.

 

 

1428

Am 4. Brachmonat übergibt die Aebtissin der Fraumünsterabtei sämmtliche Zehnten oder Meieramt, welche zur Kirche Altdorf sowohl als den daherigen Tochterkapellen Erstfeld, Attinghausen und Seedorf gehört den Kichgenossen von Altdorf. (Gsf. Bd. 8)

 

 

1477

Auf Begehren der Erstfelder Kirchgenossen wurde Erstfeld eine selbständige Pfarrei. 

 

 

vor

1500

Brosy Dietli stiftet 27 Sonnenkronen an die Armen zu Erstfeld und 30 Kronen an den Bau der Kirche daselbst. Sein Sohn Hans Dietli zinst um 1508 26 Plaphart und ein Angster an die Frühmessepfründe in Altdorf ab "Hus und Hofstatt zu Oersfeld, als in einem Hag gelegen". (Bruderschaft zum alten Grysen, Altdorf)

 

 

1495

Drei Kardinal Bischöfe, 4 Kardialpriester und 3 Cardinal Diaconen vergünstigen, jeder Einzelne, allen gläubigen Seelen, nach reuevoll verrichteter Beicht 100 Tage Ablass, welche die Capell in Jagmatt, Pfarrei Erstfelden an gewissen Festen andachtsvoll besuchen, und an den Bau und die Auszierung derselben hilfreiche Hand legen. (30. Jän. 1495/ Gsf. Bd.I)

 

 

1507

1507 kam es zu Streitigkeiten wegen des Brückenunterhaltes in Erstfeld. Die von Ripshausen wollten keinen Beitrag leisten" wan sy bruchint den stäg weder zu kilchen noch zu marcht und gerten". Das Urner Fünfzehnergericht entschied schliesslich, dass die Ripshausner nur halb so viel leisten sollen als die Erstfelder. 

(Quelle: Kocher, Gotthardweg Nr 1) 

 

 

1512

Am 19. September 1512 bitten Landammann und Rath von Uri die Eidgenossen um ein hl. Almosen zu Handen Ihres Boten und Sammlers für die von den Kirchgenossen von Erstfelden beabsichtigte Stiftung einer ewigen Messe in der gnadenreichen und mit viel Ablass begabten Kapelle, genannt Jagmatt und geweiht in der Ehre des allmächtigen Gottes, der Himmelskönigin Maria J., der hl. drei Könige und St. Marxen, Ev.

Drei Verordnete des Raths von Uri schieden alsdann am 6. April 1515 die beiden Pfründe zu E. F. und unser L. Frau zu Jagmatt, theilten die Gülten der letzteren im Betrage von 34 ½ Gl. dem Priester zu, dem sie die Pfründe liehen, bestimmten das Gut, welches in den Stock der Kapelle fällt, wie von Alters her für ihren Bau und setzten auch die Rechte und Pflichten des Pfründers fest. (Gsf. Bd. 47)

 

 

1555 Der würdige Priester Johannes Anthonius Giroldis us Bolentz, Kilcher zu Örschfelden, von Pitt wägen der gemelten Kirchgnossen in Ansechen, das er sich nun ein lange Zit im Land priesterlich und wol gehalten hat. (Urner Landrecht, Landrechtserteilung, Landleutebuch) 
   
1555

Ein Sohn von Josua von Beroldingen, Leander verehelichte sich 1555. Die  Erstfelder lieferten auf Begehren der Obrigkeit auf diesen festlichen Anlass drei Tiere, welche sie ausserhalb der Bannberge gefangen. Dafür erhielten sie die Erlaubnis,  auf ihre Kirchweih dann drei andere Tiere in den Bannbergen zu schiessen, da ihnen angezeigt worden, dass auf diesen Zeitpunkt der Abt von Engelberg nach Erstfeld komme. (Rät und Landlüt, 5. September 1555.)

 E. Wymann, Gsf. Bd. 64  

   
1591

Vogt Jacob Oeuster von Erstfeld, Landvogt zu Livinen 1580-1583, 11. Dez. 1588 Gesandter an die Konferenz zu Stans und den 16. August und 1589 zu Gersau ist  1591 Vogt der Kapelle in der Jagmatt zu Erstfeld. (Wohltäter der Pfarrkirche Silenen im 16. Jahrhundert)

   
1606

Zeugnisse der Weihe von Kirche und Altären durch Bischof Johannes Jakobus, am 2. Oktober 1606  1. Weihe der Kirche und des Alters zu Ehren des heiligen Ambrosius, Christophorus, Sebastian, Einschluss von Reliquien der heiligen Maria Magdalena, Kunibert, Gregor, Gewährung von Ablässen am Weihetag selbst und an den jährlich wiederkehrenden Kirchweihtagen.   2. Weihe des Altars zu Ehren der heiligen Antonius, Erasmus, Laurentius; Einschluss von Reliquien der heiligen Märtyrer und Agatha, Gewährung von Ablässen am Weihetag selbst und an den jährlich wiederkehrenden Kirchweihtagen.  

 

 

1635 Bau der Schutzengelkapelle bei der Kirche St. Ambros Erstfeld (auch Beinhaus genannt)
   
1642 Im Jahre 1642, den 5. August, wurde die große und wohlgebaute Kapelle neuerdings zur Ehre und zum Lobe Gottes und der allerseligsten Jungfrau eingeweiht. Johann Ambord, ein Walliser, wollte sich 1690 in Uri einbürgern lassen; er erhielt das Bürgerrecht unter der Bedingung, dass er in der Jagdmattkapelle einen neuen Altar erstelle; darauf wurden die Reliquien des heiligen Märtyrers Gregor auf denselben übertragen und zur allgemeinen Verehrung ausgestellt
   
 1643

An den Kosten der gebauwten Jagmatcapell seind zwey mann anzunehmen bewilligt worden. (Aufnahme ins Urner Landrecht)

Einbau einer Orgel ( N.V. Schönenbühl)  Restaurierung 1980

   
1644 Juli Barlasche und sein Sohn Juli  Cesar, von Como, Myländergebüets, zalt der capell in Jagmatt an selbigen Bauw Gl. 1000 bargelt, den 7. Juny 1644
   
1646

Dem Scherer und Wundarzt Ludwig Keigel aus Luzern wollte offenbar seine eigene Medizin nicht helfen, als er an einem Schenkel und Knie «gros Nott erlitten». Er versprach sich deshalb im Jahre 1646 nach Jagdmatt im Kanton Uri und wurde geheilt. Keigel scheint ein tüchtiger Mann gewesen zu sein, denn einige Jahre später wurde er «geschworner Schätzer der chyrurgischen Zustände» in Luzern.

   
1677 Hans Jakob Sartor von Liffenen, ist zuo einem Landmann aufgenommen worden und hat das Landrecht der Capell in Jagmatt bezahlt an parem Gelt... Item ein Messgwandt,.. item an Wein ....
   
1687 Als bei einem Dorfbrand  an den Pfingsttagen 1687 die benachbarten Wälder ergriffen wurden und selbst der Flecken Altdorf bedroht war,  gelobte der  dortige Pfarrer Kaspar Stadler eine Bittprozession nach Einsiedeln.
   
1690 Der Capell Jagmatt ist wegen Vergoldung des hohen Altars ein Landmann anzunehmen bewilligt worden.
   
1697 Dem Gio. Babstist Vilmerget ist wegen Vergoldung des Altars in der Jagdmatt das Landrecht zum Trinkgeld verehrt worden, jedoch ohne Succsession.
   
1737

Die  hh. Kirchgenossen zu Erstfeld  begehren ein paar Killwii- Hoosen und Wammisch bey St. Josef in der Seewadi  

   
1780     

Da man zur Reüss gegangen ist in Erschfäld samt hl Mess zalt Gl. 46 , zalt Gl. 5    

(Quelle Landesrechnung Kt. Uri  pro 1. Mai 1780)

 

 

 1790

Urnerische Staatbeiträge für Kirchliche Zwecke

Auf Dienstag Sanctorum Innocentium den 28. Kristmonat 1790

Herr Landammann Hauptmann Martin Anton Püntener von Brunnberg und ein wohlweiser Landsrath.

Zu der Ehre Gottes und seiner geliebtsten Mutter der allerseeligsten Jungfrauen Marien, unsers Staats und lieben Vaterlands gröster Schutzpatrönin, steuern meine gnädige Herrn und Obern ihren getreuen lieben Mitlandleuthen, den respective Herrn Dorfgenosen von Erstfeld an die Erneuerung der Gnadenkapell Unser Lieben Frauen in der Jagdmatt aus des Lands Säckel Gl. 600, halbes an Geld und halbes an Posten.

( Quelle: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte 1911)

 

 

1791

Denen Herren Kirchgnossen zu Erstfelden eine Hagrichte an das Prfundhausmätteli für Eigen. (Quelle: Auffahrtsgemeinde 2. Juni 1791)

 

 

1807

Weihbischof Ernst Maria Ferdinand von Konstanz bezeugt, dass er im August 1807 den Altar zu Ehren der heiligen Anna geweiht habe. Er habe auch Reliquien eingeschlossen der heiligen Märtyrer Irenäus, Martial, Theophil; Gewährung von Ablässen am Tag der Weihe und an allen jährlich wiederkehrenden Weihetagen.

 

 

1830

Franz Maria Furrer von Erstfeld erhielt am 22. Jan. 1830  die obrigkeitliche Bewilligung als Pilger ein Jahr gratis nach Rom zu reisen. Furrer starb 1896.

(Quelle: Zeitschrift für Schweiz. Kirchengeschichte Bd. 16, 1922)

 

 

1872

1872 erfolgte der Neubau der Kirche. Bei den Bauarbeiten verlor beim Steinsprengen ein Ambros Wipfli ein Auge, und Alois Baumann büsste das Augenlicht gänzlich ein.

 

 

1956-

1958

Renovation und Erweiterung der Pfarrkirche Erstfeld. Erstellen eines neuen Turms--vergrösserung des Kirchenschiffs- erstellen eines neuen Chors

 

 

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