Pfarrer Klemenz Bannwart, von Kirchberg, St. Gallen (1931 -1937)

 

Leider entstanden nach dem Tode von Prälat Furrer in Erstfeld Pfarrwahlstreitigkeiten, die sogar bis vor den Regierungsrat und das Bundesgericht führten, aber abgewiesen wurden.

 

Nachdem die vom Kirchenrecht vorgesehene Wahlzeit verstrichen war, ernannte Bischof Georgius von Chur zum Pfarrprovisor von Erstfeld den bisherigen Diasporapfarrer Klernenz Bannwart, Affoltern a. Albis. Er trat diesen Posten am 26. Oktober 1931 an. Da aber die Pfarrwahlstreitigkeiten weitergingen, konnte die eigentliche Pfarrinstallation erst drei Jahre später, am Ostermontag, den 2. April 1934, stattfinden. Klemenz Bannwart wurde am 26. April 1873 in Wil, Kt. St. Gallen, als Sohn des Josef Bannwart und der Anna Saylern, heimatberechtigt in Kirchberg, geboren. Das Gymnasium besuchte er bei den Jesuiten in Feldkirch. Er trat in den Jesuitenorden ein und machte seine theologischen und philosophischen Studien in Holland, Dänemark und England.

 

Er war sprachgewandt. Mit 32 Jahren empfing er am 27. Juli 1905 die Priesterweihe und feierte sein erstes heiliges Messopfer am 28. August 1905 in Valkenburg, Holland. Er gab eine wissenschaftliche Arbeit, die Neuausgabe des «Enchiridion der ökumenischen Konzilsbeschlüsse», Denzinger-Bannwart, heraus. Seit 1907 -1920 wirkte er als Professor und Direktor der Realschule der Jesuiten in Kopenhagen. Später kam er als Vikar in die Seelsorge an der Kirche St. Peter und Paul in Zürich, hernach als Professor an das Gymnasium Stella Matutina in Feldkirch. Mit Erlaubnis der kirchlichen Obern trat er aus dem Jesuitenorden aus und zum Weltklerus hinüber. Seit dem 27. April 1922 bis Herbst 1931 war er Diasporapfarrer in Affoltern a. Albis. Er nahm sich dort besonders der kath. Jungmannschaft an und wurde Kantonalpräses der kah. Jungmannschaften im Kanton Zürich.

 

Mit grosser Geduld nahm nun Pfarrer Bannwart die Seelsorge in Erstfeld auf. Seine Pastoration war gekennzeichnet von Milde und Güte. Die Gesundheit war aber schon geschwächt. Am 19. Februar 1937 starb Pfarrer Klemenz Bannwart im Spital zu Altdorf. Auf seinen Wunsch hin wurde er Montag, den 22. Februar 1937, im Familiengrab Bannwart zu Wil bestattet. Die Grabrede hielt der Bischöfliche Kommisar von Uri, Pfarrer Karl Gisler, Altdorf