Pfarrer Ambros Furger, von Erstfeld (1829 -1873).

 

Sohn des Kirchenvogtes Johann Furger und der Maria Franziska Lusser, geb. den 6. Mai 1789. Seine Gymnasialstudien machte er 1805 -1808 in der Klosterschule zu Engelberg, hernach 1809 in Fischingen an der Benediktinerschule, hernach drei Jahre an der Lateinschule zu Altdorf. Die Philosophie absolvierte er in Freiburg.

 

Weil Uri damals noch zur alten Diözese Konstanz gehörte, besuchte er das Priesterseminar in Luzern und wurde dort am 9. April 1815 vom päpstlichen Nuntius Testaferrata, dem spätern Kardinal, zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er - wahrscheinlich in Erinnerung an die alte Mutterpfarrei - in Altdorf am 19. April 1815. Schon als Diakon war er von der Kirchgemeinde Erstfeld zum Pfarrhelfer und Kaplan an eier Jagdmattkapelle ausersehen worden. Sogleich nach der Primiz trat er diesen Posten an. Nach dem Tode von Pfarrer Aschwanden wurde er 1829 zum Pfarrer gewählt, welches Amt er bis zu seiner Resignation 1873, volle 44 Jahre, ausübte.

 

Er blieb als Resignat noch im Anbau des alten Pfarrhofes, wo er am 30. Mai 1876 starb. Pfarrer Furger war lange Zeit Mitglied der Zentralschulkommission und der Zentralarmenpflege. Er erlebte die Wirren des Sonderbundskrieges. Sein ganzes Priesterleben hatte er der Pfarrei Erstfeld gewidmet. Unter ihm wurde 1870 -1872 eine neue Pfarrkirche gebaut und am Rosenkranzsonntag 1872 vom Bischof von Chur, Caspar Willi, eingeweiht. Er war ein frommer Seelsorger und grosser Wohltäter seiner Pfarrei. Sein Nachfolger, Pfarrer Gedeon Furrer, 'schrieb ihm in das Sterbebuch ein hohes Lob. Im Pfarrhaus wird ein gutes Oelportrait von ihm aufbewahrt.