"Die Pfarrhelfer der Jagdmattkapelle". Quelle Thomas Herger, Pfarrer, Erstfeld              

      Pfarrhelfer                             

      Josef

      Wipfli

      1870 - 1886

Pfarrhelfer                       

Johann Baptist

Kälin

1906 - 1919

Pfarrhelfer

Josef Maria

Aschwanden

1919- 1933

(Vikar 1915- 1919)

      Pfarrhelfer                            

      Karl Frei

      1961 - 1967               

      Kaplan

      1956 - 1961

Pfarrhelfer                             

Thomas Oefelin

seit 1967

Kaplan

1961 - 1967

  

Kaplan

Alois Bissig

seit 1967

Im Jahre 1515 wurde von der Landesobrigkeit eine Kaplanei an der Landeskapelle zur Jagdmatt gestiftet. Bis ins 18. Jahrhundert führte der Inhaber dieser Pfründe den Titel eines Kaplans. Derselbe wurde von der Landesregierung gewählt und besoldet. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Kaplan der Jagdmattkapelle zugleich auch Pfarrhelfer an der Kirche St. Ambrosius, als eine eigentliche Pfarrhelferpfründe gestiftet wurde zur Mithilfe in der Pfarreiseelsorge. Wann diese erfolgte, ist nicht mehr sicher feststellbar.

Um das Jahr 1799 führte der damalige Kaplan zugleich auch den Titel Pfarrhelfer. Leider ist der Name des ersten Kaplans an der Jagdmattkapelle nicht mehr feststell bar. Seit der Gründung einer dritten Pfründe in Erstfeld (1915) führt jetzt der Inhaber derselben den Titel Kaplan, während der Inhaber der Jagdmattpfründe Pfarrhelfer genannt wird. Wir folgen dem Verzeichnis, welches Pfarrer Gedeon Furrer aufgestellt hat. Dasselbe ist im 16. und 17. Jahrhundert noch sehr lückenhaft.

 
1597  Peter StierIi gebürtig aus dem Freiamt
     
1617 -1621 Johannes Brugger ohne weiteren Angaben.

 

     
1621 Gabriel Gremiger aus dem Gasterland. Er war vorher 1594 -1598 Pfarrer in Erstfeld (siehe Pfarrer).

 

     
1622 Johann Lynthi

ohne weiteren Angaben.

Antoni Maria, (Catani ex Daveggio-Tawetsch)

     
1627 Johann Anton Dadam aus dem Maggia-Tal, er wurde später Pfarrer in Busskirch Kt. St. Gallen, 1637 -1641.
     
1633 -1636 Jalob Raam aus dem Maggia-Tal. Er war vorher Pfarrer in Wassen 1631 -1633. Er starb an der Pest am 6. Oktober 1636

 

     
1641 N.Wilhelm Er verzichtete auf die Pfründe in der Jagdmatt.
     
1644 Johannes Schwendimann Von Sempach. Schwendimann war zugleich Organist.
     
1645

Rudolf Loy

(Eligius)

von Dornbeck, Oberelsass. Zur Zeit des 30- jährigen Krieges kam er als Vertriebener in die Schweiz. Von 1636-1642 war er Pfarrer in Wassen; 1642-1643 Pfarrer in Seedorf, 1648 Pfarrer in Feusisberg, 1649 wurde er wieder Pfarrer in Seedorf. Im Jahre 1651 nahm er eine Kaplanei in Bürglen an, wo 1670 starb.
     
1647 Jakob Zgraggen von Schattdorf ,1650 wurde er als Kaplan nach

Bürglen gewählt und war hernach von 1666 bis zu

seinem Tode 1683 dort Pfarrer.

 

     
1650 - 1651      Johann Jost Maler       aus Luzern, keine weiteren Angaben         
     
1651 - 1652 Johann Baptist Girighelli               von Bellinzona.  Er gab wegen Schuldenmachens zu Klagen Anllass und zog fort.
     
1653 - 1654

Johann

Mutius

aus Genf stammend. Er wurde 1653 ins Priesterkapitel Uri aufgenommen, das er im folgenden Jahr wieder verliess. Johann war ein Verwandter von Pfarrer Alex Mutius gewesen.
     
1654 - 1656

Andreas

Guirap

Er stammte aus dem Tirol und wurde am 20. Februar ins Priesterkapitel Uri aufgenommen. Er galt als gelehrter Priester.
     
1656 - 1657

Johann Kaspar

 Suter

von Altdorf. Als Neupriester wurd er zum Kaplan in der Jagdmatt gewählt. Bereits im folgenden Jahr kam er als Kaplan in die Beroldingerpfründe nach Altdorf, wo er im hohen Alter 1708 starb.
     
1657 Johann Baptist Giringhelli Von Bellinziona Er ging im gleichen Jahr wieder fort, weil verschiedene Klagen gegen ihn erhoben wurden.
     
1657 - 1658

Johann Peter

Zgraggen

von Erstfeld. Sohn des Peter Zgraggen und der Katharina Schick, geb. 1626. Seine theologischen Studien hatte er in Mailand gemacht. Primiz in der Jagdmattkapelle. 1651 - 1657 Pfarrer in Seedorf. Wegen des Streites der jährlichen Wiederwahl der Geistlichen durch die Dorfgemeinde zog er von Seedorf weg und übernahm die Pfründe der Jagdmattkapelle. Er galt als frommer und gelehrter Priester, gest. 27. Febr. 1658. Seine bedeutende Bbliothek bekam das Priesterkapitel Uri.
     
1658 Johann Angelus Franconi Aus dem Tessin. Zwischen ihm und seinem Prinzipial Pfarrer Tong und dem Vorstand des Pristerkapitels Uri war ein gespanntes Verhältnis, weil er wegen seiner Spiel- und Trunksucht oft gemahnt werden musste. Franconi starb 1708. Sein lezter Seelsorgeposten ist nicht bekannt. Es ist nicht bekannt, wie lange er in Erstfeld war.
     
1662 - 1664

Johann

Zwyssig

von Seelisberg, geb. 1638, Sohn des Jost Zwyssig und der Anna Ammann. Er wurde 1662 zum Kaplan in der Jagdmatt gewählt, von 1664 - 1673 war er Pfarrer in Isenthal, dann bis 1685 Pfarrer in Flüelen. Für die Wahlfahrtskapelle in Seelisberg liess er die " Himmelfahrt Marie" malen.  Er starb 1694.
     
1664 

Andreas

 Müller 

Es ist über ihn nichts weiteres bekannt.
     
1666

Anton

Furrer

Ehemals Urner Bürger, später in Bosco-Gurin, Tessin. Sohn des Peter Furrer und der Anna Zwyssig, Flüelen. Aus dieser Familie stammten drei Priester, sein ältester Bruder war Peter Furrer, er war 48 Jahre in Altdorf Seelmesser und starb dort 1697.  Der zweite Bruder war Mathias Furrer, 1660 - 1661 Pfarrer in Sisikon, zuletzt Pfarrer in Gurin. Der jüngste Bruder Anton wurde am 13. Dez. 1666 in das Pristerkapitel Uri aufgenommen als Kaplan der Jagdmatt zu Erstfeld-.
     
1668 - 1671

Johann Jakob

Epp

von Silenen. Epp war 1668 - 1671 Kaplan in der Jagdmattkapelle nachher bis zu seinem Tod Pfarrer in seinem einzigen Wirkungskreis, Erstfeld.
     
1671 - 1673 Johann Kaspar Muheim Es fehlen weitere Angaben.
     
1673   Johann Kaspar Steiner Von Altdorf.  Er war nur ein Jahr Kaplan, dann siedelte er nach Altdorf über, wo er am 23. Jan. 1697 starb.
     
1674

Johann

Dietenriedt

aus Unterwalden. Er wurde am 27. Sept. 1674 in das Priesterkapital Uri aufgenommen. 1676 wurde er Kaplan in Silenen und von 1678 - 1690 Pfarrhelfer in Buochs wo er starb.
     
1676 - 1682 

Johann Martin

ab Ospithal 

von Arth, geb. 15. Sept. 1650 als Sohn des Kirchenvogten Georg von Hospenthal und der Elisabeth Gugelberg. Von 1682 an hatte er eine Seelsorgpfründe in Waldkirch St. Gallen inne, wo er 1708 starb. Er war nach dem Zeugnis der Bücher ein vorbildlicher Pfarrer.
     
1682 - 1684 Johann Balthasar Wyrsch von Buochs. Im Jahre 1685 wurde er Pfarrer von Seelisberg, dann 1704 - 1715 Pfarrer von Buochs, wo er 1715 starb.
     
1683 - 1688

Franz

Ulrich 

von Schwyz. Die Aufnahme in das Pristerkapitel Uri war keine einstimmige. Das Misstrauen der Kapitularen war nicht unbegründet, denn Ulrich gab bald zu Klagen Anlass wegen häufigem Kartenspiel und Wirtshausbesuch. 
     
1689 - 1721 Adam Franz Zurfluh von Erstfeld, geboren den 20. Juni 1661 in Altdorf, Sohn des Grossweibels Franz Zurfluh und der Margaretha Stadler. Sein Vater hatte den Zunahmen " Gardi". Ob dieser Zunahme von fremden Kriegsdiensten herrührt ist unbekannt. Heute noch heisst  in Erstfeld ein Gebiet " Gardeweg". Anfangs 1721 fand zwischen Kaplan Zurfluh, Erstfeld und Johann Sebastian Zgraggen beim oberen Heiligkreuz, ein Stellenwechsel statt.  Kaplan Adam Franz Zurfluh starb in Altdorf am 17. Oktober 1740.
     
1721 -1753 Johann Sebastian Zgraggen

von Altdorf, Sohn des Johann Sebastian und der Maria Magdalena Lusser, geboren den 7. April 1686, zum Priester geweiht 1709. Er war von 1709 -1714 Kaplan im Meiental, von 1714 -1721 Kaplan des Frauenklosters beim oberen Heiligkreuz in Altdorf, hernach bis zu seinem Tode am 8. August 1753 Kaplan an der Jagdmattkapelle in Erstfeld. Sein Bruder Karl Josef Zgraggen war Pfarrhelfer in Altdorf gewesen. Johann Sebastian Zgraggen war ein frommer Priester. Im Sterbebuch heisst es von ihm: «Von der ganzen Gemeinde tief betrauert.
 

                                  
1753 - 1799 

Sebastian

Heinrich Püntener 

von Erstfeld, geboren den 1. Mai 1722, Sohn des Kirchenvogtes Johann Heinrich Püntener und der Margarit Juliana Jauch, Seewadi, Erstfeld. Am 16. Dezember 1745 wurde er als Neupriester in das Priesterkapitel Uri aufgenommen. Er wirkte von 1746 bis 1753 als Kaplan und Schulmeister in Gurtnellen. Nach dem Tode von Kaplan J. S. Zgraggen wurde er als Kaplan von der Jagdmattkapelle in Erstfeld gewählt. Er wurde beim Einfall der Franzosen 1799, welche meinten den franzosenfeindlichen Pfarrer Joh. Georg Aschwanden vor sich zu haben, arg misshandelt. Er starb am 20. August 1799 an den Folgen der Misshandlung. Kaplan Püntener galt als gelehrter, frommer und friedliebender Priester.
 
     
1799 - 1810 Jakob Angelus Renner von Hospenthal, geboren den 17. April 1734 in Hospenthal, Sohn des Joh. Sebastian Renner und
der Regula Furrer. Er machte seine Studien in Luzern, wo er geweiht wurde. Er war zuerst ein Jahr Kaplan und Lehrer in der Göscheneralp, dann 10 Jahre Kaplan in Gurtnellen, hernach 12 Jahre Pfarrhelfer in Silenen und hierauf 18 Jahre Pfarrer von Silenen. Im Alter von 65 Jahren wurde er nach dem Tode von Kaplan Sebastian Heinrich Püntener als Pfarrhelfer der Gemeinde Erstfeld und Kaplan an der Jagdmattkapelle gewählt. Damals
trat zum ersten Mal offiziell der Titel Pfarrhelfer auf. Eigentümlich für die damalige Zeit war, dass die Installation am 11. November 1799 nicht allein vom Bischöflichen Kommissar J. Ringold, Pfarrer in Altdorf, sondern auch von einem Herrn Rödli, Statthalter des Distriktes Uri, vorgenommen wurde. Jakob Angelus Renner soll sich einer vorzüglichen Gesundheit seines ganzen Lebens erfreut haben, sodass er während seines ganzen Priesterlebens nie die heilige Messe auslassen musste bis am Tage vor seinem Tode am 9. August 1810. Sein Prinzipal, Pfarrer J. G. Aschwanden hat ihm im Sterbebuch das Zeugnis eines frommen Priesters ausgestellt.
     
1810 - 1815 

Kaspar

Camenzind

 von Gersau. Am 10. September 1810 wurde er von der Gemeindeversammlung zum Pfarrhelfer und Kaplan an der Jagdmattkapelle gewählt. Dann kam er 1815 als Pfarrer nach Morschach, wo er bis zum 21. November 1823 blieb. Er kam nachher als resignierter Priester nach Luzern, 1829 wurde er Ehrenkaplan von Unter-Meggen. Im Alter von erst 59 Jahren starb er dort am 10. Jan. 1846. Er genoss den Ruf eines wohltätigen und heiligmässigen Priesters.

An der Jagdmattkapelle Erstfeld hatte er für sich und seine beiden Schwestern eine Jahrzeitmesse gestiftet.

     
1815 - 1829

Ambros

Furger

von Erstfeld. Siehe Verzeichnis der Pfarrer
     
1829 - 1831

Franz

Renner

von Andermatt. Nur zwei Jahre blieb Kaplan Renner auf eier Pfründe der Jagdmattkapelle. Er gab zu verschiedenen Klagen Anlass. Er starb 1894 unverpfründet in Andermatt.
     
1832 - 1833    

Josef Maria

Wolleb

von Altdorf. Er wurde 1806 geboren als Sohn des Ratsherrn Josef Maria Wolleb und der Angela Galgari. Talente und Charakter berechtigten ihn zu den schönsten Hoffnungen. Er wurde am 17. Juni 1832 zum Pfarrhelfer gewählt. Allein schon im folgenden Jahre erlag der junge Priester einer heftigen Lungenentzündung und starb am 7. April 1833. Pfarrer Ambros Furger hat ihm das beste Zeugnis ausgestellt. So lebt sein Andenken ehrenvoll weiter.
     
1833 - 1835

Michael

Herger

von Spiringen, geboren den 10. Juni 1803 als Sohn des Jost Anton Herger und der Agatha Arnold. Er wurde am.

5. April 1828 zum Priester geweiht. Von 1828 -1829 Kaplan von Loreto in Bürglen, 1829 -1833 Kaplan vom Riederthal in Bürglen, 1833 -1835 Pfarrhelfer in Erstfeld, kommt 1835 -1854 als Pfarrhelfer wieder nach Bürglen, von 1854 -1868 war er Pfarrer in Seedort, wo er, fast gänzlich erblindet, resignierte und als Kaplan nach Altdort kam, wo er am 16. Juni 1873 starb. Er war in jungen Jahren Feldprediger gewesen. 

     
1836 - 1861

Ambros

Baumann

von Erstfeld, geboren 24. September 1809. Seine Eltern waren Kirchenvogt Anton Baumann und Frau Maria Barbara Furrer, Spätach.

Er machte seine Gymnasialstudien in Engelberg, die philosophischen in Solothurn, die theologiscnen in Chur, wo er 1835 die Priesterweihe empfing. Am 22. März 1835 wurde er in seiner Heimatgemeinde Erstfeld zum Pfarrhelfer gewählt, wo er bis zu seinem Tode am 5. März 1861 blieb. Im Jahre 1850 war er von der Gemeinde Schattdorf zum Pfarrer gewählt worden. Infolge Pfarrwahlstreitigkeiten wurde seine Wahl vom Bischof von Chur nicht bestätigt, sondern es wurde Ambros Furrer, Pfarrer in Flüelen, von Erstfeld stammend, bestimmt. Diese Nichtbestätigung rief eine Zeitlang eine nicht geringe Verstimmung weitherum hervor. Das Haupthindernis war, weil er Feldprediger und ein jovialer Gesellschafter war. Pfarrer Gedeon Furrer aber hat ihm später das Zeugnis eines reichbegabten und eifrigen Seelsorgers ausgestellt. Baumann Ambros blieb nun Pfarrhelfer bis zu seinem Tode am 5. März 1861.

     
1861 - 1867

Viktor

Huser

von Ennetbürgen. Er wurde am 10. November 1810 in der Grossmatt zu Ennetbürgen als Sohn des Kaspar Anton Huser und der Anna Maria Baumgartner geboren. Er erhielt am 2. Oktober 1834 die Priesterweihe und erhielt im gleichen Jahre die Kaplanei Ennetmoos zum Wirkungsfeld.

Von 1848 bis 1860 war er Pfarrhelfer in Kerns, 1860 -1861 Kaplan in Gurtnellen, seit 1861 - 1867 Pfarrhelfer in Erstfeld, wo er am 25. Mai 1867 starb. Auf seinen Wunsch hin wurde er in Buochs beerdigt. Laut Aufzeichnungen von Pfarrer Gedeon Furrer war Pfarrhelfer Viktor Huser kein Freund für einen Kirchenneubau in Erstfeld, weil er befürchtete, dass die Pfarrei diese Bauschulden nicht tragen könne. Pfarrhelfer Huser wurden bedeutende medizinische Kenntnisse nachgerühmt, die er durch Privatstudie sich erworben hatte. 

     
1867 - 1870

Gedeon

Furrer

später Pfarrer. Nach dem Tode von Pfarrhelfer Huser versah Gedeon Furrer bis 1870 auch den Pfarrhelferposten, wohnte aber im Pfarrhaus. Siehe Verzeichnis der Pfarrherren von Erstfeld.
     

1870 - 1886

Josef

Wipfli

von Wassen, Sohn des Wirtes Mathäus Wipfli und der Klara Zberg. Er wurde am 14. November 1844 geboren. Seine Gymnasialstudien machte er an der ehemaligen Kantonsschule in Altdorf die philosophischen Studien in Monza, die theologischen in Mailand, Mainz und Chur, wo er am 7. August 1870 die Priesterweihe empfing. Sein erster Seelsorgsposten wurde Erstfeld, wo er 1870 Pfarrhelfer wurde. Er gründete 1876 die Gemeindesekun-darschule, deren erster Lehrer er wurde.

Ein Stübchen im Pfarrhelferhaus war die Schulstube. Von 1886 - 1890 war er Pfarrer in Davos, wo er für den Bau einer Kirche sich sehr bemühte. Von 1890 -1892 war er Pfarrer in Balzern in Liechtenstein. Von 1892 - 1900 war er Professor an der Kantonsschule in Altdorf,  dann von 1900 - 1908 Pfarrhelfer von Lungern. Sein letzter Posten als Kuratkaplan war in Immensee von 1903 - 1910.

 

Er starb am 6. Januar 1910 und wurde bei der Pfarrkirche zu Küssnacht begraben. Pfarrhelfer Wipfli war ein weitbekannter Volksdichter. Ueber ihn hat Pfarrhelfer J. K. Scheuber, Attinghausen, 1966 eine Studie geschrieben, die als dritte Jahresgabe von der Gesellschaft für eine Kantonsbibliothek 1956 erschienen ist.

     
1886 - 1887 Meinrad Bürgler

von IIlgau. Er besuchte das Gymnasium im Kollegium zu Schwyz, studierte Theologie in Mailand und wurde 1867 zum Priester geweiht. Meinrad Bürgler hatte viele Seelsorgsposten inne. Er wurde 1867 Kaplan in Studen, 1868 Kaplan in Yberg, von 1868 -1885 war er Missions-priester in Nordamerika, 1885 einige Monate in Zürich Vikar, 1886 -1887 Pfarrhelfer in Erstfeld, 1887 Pfarrhelfer in Wassen, 1888 Kaplan in Büren Nidwalden.

Dann folgten eine Reihe Posten ausserhalb der Diözese, so in Bütschwil, dann Pfarrer in Ricken, Kaplan in Steckborn. Sein letzter Posten war Pützchen bei Bonn wo er erkrankte und im Johannesspital zu Bonn 1895 in der Osterwoche starb.
Meinrad Bürgler war musikalisch begabt, er war Organist und beherrschte vier Fremdsprachen. italienisch. französisch, englisch und spanisch. In Erstfeld führte er die Sekundarschule.

     
1887 - 1892 Dominik Hiklin

von Schwyz, Sohn des Buchbinders Dominik Hiklin und der Louise Eberle. Das Gymnasium besuchte er im Kollegium Schwyz, das Priesterseminar in Chur, wo er am 26. März 1887 die Priesterweihe erhielt.

Als Neupriester kam er nach Erstfeld, wo er auch die Sekundarschule führte. Von Juni 1892 bis Juni 1895 war er Kaplan in Arth; seit dem 6. Juni 1895 -1925 Pfarrer in Sattel. Starb am 9. April 1929 in Schwyz, wohin er sich zurückgezogen hatte, und wurde dort am 12. April beerdigt. Pfarrer Gedeon Furrer, sein einstiger Prinzipal, steilte ihm ein sehr dankbares Zeugnis aus.

     
1892 - 1905 Franz Furrer 

von Sisikon. Er wurde am 26. September 1867 in Riemenstalten, Kt. Schwyz, geboren.

Er war der Nachkomme einer alten Erstfelder Familie, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Riemenstalden gezogen war und dort ein grosses Heimwesen erworben hatte. Er war der Sohn des Josef Furrer und der Maria Josefa Infanger. Er machte seine Studien zu Freiburg, Schwyz, die theologischen in Mailand, wo er am 23. Mai 1891 die Priesterweihe erhielt. Es folgte noch ein Jahr Theologie in Chur.

Von 1892 bis November 1905 war er Pfarrhelfer und Sekundarlehrer in Erstfeld, von 1905 - 1913 Pfarrer in Wetzikon, von 1913 -1921 Pfarrer in Vorderthal Kt. Schwyz, vom 28. Dezember 1921 bis 22. Mai 1922 Frühmesser in Schwendi ob Sarnen. Er wurde dort 1922 beerdigt. Dank seiner Studien beherrschte er die französische und italienische Sprache und besass bedeutende Kenntnisse in der Naturgeschichte.

     
1906 - 1919 Johann Paptist Kälin

von Bennau bei Einsiedeln. Von Ende Dezember 1905 bis Ende Oktober 1906 versah in Erstfeld provisorisch die PfarrhelfersteIle Johann Baptist Morger, bürgerlich von Eschenbach Kt. St. Gallen, der nach verschiedenen Posten zuletzt Spiritual im Krankenasyl zu Schmerikon war.

Am 28. Oktober 1906 fand die Wahl des neuen Pfarrhelfers Johann Baptist Kälin statt. Er wurde am 22. Mai 1874 in Bennau als Sohn des Johann Baptist Kälin und der Marianna Kälin geboren. Die Gymnasialstudien machte er in Einsiedeln, die theologischen in Mailand 1895 -1898, wo er am 4. Juni 1898 von Kardinal Ferrari Andreas die Priesterweihe erhielt. Seine Primiz hielt er in der Stiftskirche zu Einsiedeln. Es folgte 1898/1899 noch ein letztes Studienjahr im Priesterseminar zu Chur.

Von September - 1899 bis Februar 1902 Kaplan in Steinen, vom 2. Februar bis 28. Oktober 1906 Kaplan in Schübelbach SZ, seit dem 28. Oktober 1906 bis 6. April 1919 Pfarrhelfer und Sekundarlehrer in Erstfeld, vom 7. April 1919 bis 1. September 1938 Pfarrer in Attinghausen. Seit 1. September 1938 bis 28. Mai 1948, seinem Todestag, Ehrenkaplan von Biberegg. Er wurde in Bennau beerdigt.

In Erstfeld übernahm Pfrh. Kälin auch die Gemeindesekundarschule, die damals noch klein war, denn es gab neben ihr noch eine private Sekundarschule der Bundesbahnen, ehemals Gotthardbahn. Pfarrhelfer Kälin wurde eine starke Stütze des alternden Pfarrers. Er war 1913 - 1919 Präsident des katholischen Volksvereins, von 1914 -1918 erster Präses der Marian. Jünglings-kongregation. Im Verein mit Pfarrer Gedeon Furrer und Vikar Josef Maria Aschwanden bemühte er sich um den Bau der III. Pfründe mit Vereinshaus, das 1915 erbaut wurde. Als Pfarrer von Attinghausen hat er sich später um die Urnerischen Pilgerfahrten nach Einsiedeln verdient gemacht.

     
1919 - 1933

Josef Maria

Aschwanden

von Seelisberg. Er wurde am 10. Juni 1886 geboren als Sohn des Alois Aschwanden und der Agatha geborene Aschwanden, Furli, Seelisberg. Seine Gymnasialstudien mit Matura machte er an der Stiftsschule zu Einsiedeln von 1900 -1907, trat hernach in das Priesterseminar St. Luzi, Chur, ein, wurde dort am 10. Juli 1910 zum Priester geweiht und feierte hernach am 31. Juli in Seelisberg die Primiz. Sein erster Seelsorgsposten war als Vikar in Winterthur vom 1. September 1911 bis 1. Februar 1915. In Erstfeld war er vom 1. Februar 1915 bis 1916 Vikar bei Pfarrer Gedeon Furrer, und wohnte im Pfarrhaus. Im Sommer 1916 bezog er als erster das neugebaute Kaplaneihaus. Er wurde am 4. Juli 1919 Pfarrhelfer und bezog das Pfrundhaus bei der Jagdmattkapelle. Pfarrhelfer Josef Maria Aschwanden war der treue Mitarbeiter des alternden Pfarrers Gedeon Furrer, über den er eine kleine, interessante Biographie 1931, schrieb. J. M. Aschwanden war der erste Präses der neugegründeten Jungfrauen-kongregation. Im Priesterkapitel Uri  besorgte er mehrere Jahre das Sekretariat, von 1923 - 1931 war er Präsident des kathol. Volksvereins Erstfeld. Als am 31. März 1931 Pfarrer Gedeon Furrer starb, entstanden zum Leidwesen des Pfarrhelfers und der Pfarrgemeinde iangdauernde Pfarrwahlstreitigkeiten. Um der Pfarrei und sich selber keine Schwierigkeiten zu bereiten, gab er dem bischöflichen Ordinariat und den Behörden die schriftliche Erklärung ab, dass er zum vorausauf eine Nomination verzichte. Vom 10. Okt. 1933 bis zu seinem Tode am 23. Mai 1964 war er Professor für Latein und Kirchengeschichte am Institut Ingenbohl und zugleich war er auch Seelsorger des Schwestern krankenhauses. Das Interesse am Pfarreileben von Erstfeld blieb ihm immer wach, besonders zur Zeit des Umbaues der Pfarrkirche.

Pfarrhelfer Aschwanden liebte lokal historische und genealogische Studien. Er gab im Jahre 1947 eine grössere Studie über das Aschwanden-Geschlecht heraus. Ueber Seelisberg hatte er 1936 in Verbindung mit dem dortigen Pfarrer Alois Herger eine grössere Arbeit «Geschichte der Pfarrei Seelisberg und ihrer St. Michaelskirche» veröffentlicht. Professor J. M. Aschwanden war immer arbeitsfreudig, fromm und charaktervoll gewesen. Er ruht auf dem Klosterfriedhof von Ingenbohl.  

     
1934 - 1937 Josef Helbling

Bürger von Jona, Kt. St. Gallen, aufgewachsen in Zürich, geboren am 6. September 1891. Seine Gymnasialstudien machte er in Engelberg, die theologischen im Priesterseminar zu Chur, wo er am 19. Juli 1914 die Priesterweihe empfing; die Primiz feierte er in der Liebfrauenkirche in Zürich.
Er versah mehrere Seelsorgsposten: Von anfangs September 1915 Domvikar und Organist in Chur, Februar 1921 bis 2. April 1927 Kaplan in Brunnen, April 1921 bis 1. Dezember 1931 Frühmesser in Schwendi, Obwalden; dann Dezember 1931 bis anfangs März 1934 Organist am Chorherrenstift zu Beromünster, seit 20. März 1934 bis 2. September 1937 Pfarrhelfer in Erstfeld, vom 3. September 1937 bis anfangs November 1948 Diasporapfarrer in Bauma, Kt. Zürich, dann 3. November 1948 bis Herbst 1963 Pfarrer in Bauen, Uri, seitdem als Resignat privat in Bauen, wo er am 24. September 1964 an einer Herzkrise starb. Er wurde am 28. September in Bauen beerdigt, wo auch seine Mutter, für die er bis ins hohe Alter sorgte, bestattet ist. In Erstfeld war er Präses der Mar. Jungfrauenkongre-gation.

Als Hüter des Heiligtums in der Jagdmatt sorgte er für eine würdige Zier der Kapelle und schenkte ihr eine Holststatue des hl. Bruder Klaus. Helbling war musikalisch begabt. Zum Anlass des 100. Todestages (1955) des Komponisten des Schweizer-psalms P. Albrik Zwyssig, komponierte er eine mehrstimmige «Zwyssig- Jubiläumsmesse. (Kleine Biographie über den Komponisten, die gedruckt wurde.)

     
1937 - 1940 Josef Gisler

Altdort, geboren den 24. Februar 1911, bürgerlich von Bürglen, Sohn des Kirchensigrist Joset Gisler und der Maria geb. Imhof, besuchte das Gymnasium mit Matura am Kollegium Karl Borromäus in Altdort 1924 - 1931, hernach das Priesterseminar St. Luzi in Chur 1931 -1935, wo er am 7. Juli 1935 zum Priester geweiht wurde, Primiz in Altdorf am 21. Juli 1935.

Er hielt folgende Seelsorgeposten inne: 1. September 1935 bis 28. November 1936 Vikar in Zürich-Oerlikon, vom 28. November 1936 bis 17. September 1937 Kaplan, dann bis 7. April 1940 Pfarrhelfer in Erstfeld, vom 5. Mai 1940 bis 5. Oktober 1946 Pfarrer in Amsteg, vom 8. Oktober 1946 bis 25. März 1952 Kaplan und Sekundarlehrer in Becken-ried, vom 30. März 1952 bis 30. September 1955 Pfarrer in Seelisberg, Oktober 1955 bis Ende August 1957 Pfarrhelfer in Flüelen, vom 4. September 1957 bis anfangs Juli 1963 Sekundarlehrer in Siebnen, 27. Juli 1963 bis
4. Juli 1966 Pfarrer in Gurtnellen-Wiler, 12. September 1966 bis 1968 Professor am Institut Theresianum in Ingenbohl.

Seitdem Spiritual im Altersheim, Flüelen. Josef Gisler war von 1942 -1946 Schulinspektor des Kreises II und 1954 - 1957 Schulinspektor des Kreises I, ferner von 1964 -1966 Mitglied des Erziehungsrates Uri. Schon in Erstfeld hatte sich Pfarrhelfer Gisler während Lehrer-Vakanzen als Lehrer an der Knabensekundarschule zeitweilig betätigt. 

     
1940 - 1947 Eduard Achermann

von Beckenried, in Schwyz-Ibach, geboren den 24. Dezember 1912, Sohn des Paul Achermann und der Kreszentia Käslin. Er besuchte das Gymnasium mit Matura am Kollegium Maria Hilf in Schwyz, das Prie-sterseminar Sankt Luzi in Chur, wo er am 4. Juli 1937 zum Priester geweiht wurde. Die Primiz wurde in der Pfarrkirche zu Schwyz gehalten am 11. Juli 1937. Er trat am 3. Oktober 1937 die Kaplaneipfründe in Erstfeld an und war vom 23. Juni 1940 bis 23. November 1947 Pfarrhelfer an der Jagdmattkapelle Erstfeld.

Er wurde am 23. November 1947 zum Pfarrhelfer von Beckenried gewählt und kam am 9. Januar 1955 als Pfarrer nach Ingenbohl. Pfarrhelfer Achermann war hier Präses der Mar. Jungfrauen Kongregation und zeichnete sich durch grossen Seeleneifer aus.

     
1947 - 1955 Josef Schwitter

von Näfels, geboren den 19. November 1914, Sohn des Mathias Schwitter und der Elisabeth Landolt. Er besuchte das Progymnasium in Näfels, dann das Gymnasium mit Matura am Kollegium St. Fidelis in Stans, hernach das Priesterseminar St. Luzi in Chur 1936 -1940, wo er am 7. Juli 1940 zum Priester geweiht wurde.

War vom 1. September 1940 bis 28. Dezember 1947 Kaplan in Erstfeld, dann bis zum 26. Septem-ber 1955 Pfarrhelfer bei der Jagmattkapelle. Am 16. Oktober wurde er zum Pfarrer von Reichenburg, Kt. Schwyz, installiert. Er leitete mit Erfolg die katholische Jungmannschaft, war Mitglied des Schulrates und Feldprediger-Hauptmann.

     
1955 - 1960 Anton Huser von Seelisberg, Sohn des Michael Huser und der Anna Truttmann, geboren den 2. Januar 1915. Er besuchte das Gymnasium mit Matura in Stans 1929 -1937, Theologie-Studium in Mailand 1937 -1938, am Priesterseminar St. Luzi in Chur 1938 -1941, empfing die Priesterweihe in Chur am 6. Juli 1941 und primizierte in der Pfarrkirche in Seelisberg. 
Er hatte folgende Seelsorgsposten inne: 14. August 1941 bis 16. August 1943 als Vikar in Winterthur, 15.September 1943 bis 23. Juli 1947 Kaplan und Schullehrer auf dem Urnerboden, 24. Juli 1947 bis 18. Nov. 1954 Pfarrhelfer in Gersau; vom 18. Nov. 1954 bis 20. Nov. 1955 Kaplan in Erstfeld; vom 20. Nov. 1955 bis 20. November 1960 Pfarrhelfer bei der Jagcimattkapelle. Er war Präses
der Mar. Jungfrauenkongregation und liess zum 40-jährigen Jubiläum derselben ein Tridiuum in der Muttergotteskapelle zur Jagdmatt halten, war Bibliothekar der kath. Volksbibliothek des Volksvereins und Mitglied des Schulrates. Am 20. November 1960 wurde er als Pfarrer von Gurtnellen-Berg installiert.
     
1961 - 1967 Karl Frei bürgerlich von Silenen, aufgewachsen in Stans, geboren den 26. März 1916 in Stans, Sohn des Josef Frei und der Anna geborene Jann. Er machte die Gymnasialstudien am Kollegium in Stans 1928 -1936, ein Jahr Philosophiestudium in Freiburg, Theologie am Priesterseminar in Chur 1937 -1941, Priesterweihe am 6. Juli 1941, Primiz in Stans.
Er hielt folgende Seelsorgsposten inne: Vikar an der St. Franziskuskirche in Zürich, 18. September 1941 bis 10. Januar 1949; Kaplan in Alpnach vom 21. Januar 1949 bis 1. September 1956; 7. Oktober 1956 bis 12. Februar 1961 Kaplan in Erstfeld, seitdem Pfarrhelfer. Er behielt als Pfarrhelfer die Kaplaneiwohnung bei.
Er war Präses der kath. Jungmannschaft und der Pfadfinder. Schulratspräsident seit 1964. Er machte sich verdient durch die Organisation des Kirchen-bazars 1967. Er wurde am 9. Juli 1967 als Pfarrer von Wollerau gewählt und am 10. September 1967 dort installiert.
     

Seit  1961 Kaplan

 

Thomas Oefelin

ab 1967 Pfarrhelfer

 von Mosnang, K1. S1. Gaffen, provisorisch zur Diözese Chur gehörend. Geboren den 27. Juni 1911, Sohn des Thomas Oefelin und der Emma Holenstein. Gymnasialstudien mit Matura am Missionsinstitut Bethlehem, Immensee. Theologiestudium vier Jahre auf der Universität Freiburg. Priesterweihe 1943 in der Kathedrale St. Gallen. Wirkungsorte: 1943- 1946, Vikar in Quarten; 1946 -1949 Kaplan in Kippei, Kt. Wallis; 1950 - 1954 Vikar in Biberist SO. 1954 -1959 Pfarrer in Seewis, Kt. Graubünden. Kurze Zeit 1959 in Schweden. 1959 -1961 Pfarrassistent an der S1. Stephanskirche Los Angeles, Amerika. Seit dem 24. August 1961 Kaplan in Erstfeld, bewohnt provisorisch das Haus der Pfarrhelferei bei der Jagdmatt. Sprachgewandt: Englisch, französisch, italienisch und gebrochen spanisch. Seit dem 1. September 1967 Pfarrhelfer. Präses der katholischen Jungmannschaft. Mitglied eies Schulrates, Präses des katholischen Arbeitervereins.